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Das Projekt "Wir in Lorsch"

Seit 2021 arbeitet das Team vom Freilichtlabor Lauresham mit vielen ehrenamtlichen

Helfer:innen am Projekt „„Wir in Lorsch“. Ziel ist der Anbau nachhaltiger Lebensmittel. Bodenschonend, ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln – und mit so viel tierischer Zugkraft wie möglich.


Das Projekt "Wir in Lorsch" hatte im Jahr 2021 den 6. Wettbewerb "LANDSCHAFT IN BEWEGUNG“ der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) gewonnen. Seit 2010 prämiert der Verband Region Rhein-Neckar alle zwei Jahre vorbildliche Landschaftsprojekte von Städten und Gemeinden. Eine Fachjury bewertet dabei sowohl die Kreativität, den regionalen Mehrwert als auch das partnerschaftliche Miteinander bei der Konzeption und Umsetzung. Als Sieger erhielt das Projekt 10.000 € Preisgeld.


Wertvolle Ziele

,,Wir in Lorsch" will

  • die regionalen Wertschöpfungsketten von Lebensmitteln wieder stärken

  • zu einer boden- und ressourcenschonende Form der Land- und Forstwirtschaft anregen

  • historische Bewirtschaftungsformen vermitteln und Verständnis für die immateriellen Kulturerben der Region wecken

  • regionale Netzwerke schaffen und stärken


Lokale Partner

Entwickelt, eingereicht und bis heute betreut wurde und wird das Konzept vom Leiter des Freilichtlabors Lauresham, Claus Kropp. Damit sind die UNESCO-Welterbestätte sowie die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen mit im Boot. Projektträger ist der Magistrat der Stadt Lorsch. Er stellt die benötigten Flächen und Infrastrukturen zur Verfügung und unterstützt bei der Öffentlichkeitsarbeit. Als weitere Beteiligte konnten bislang Forstbetriebe und Landwirte gewonnen werden. Ferner der Einzelhandel, Gastronomen, Bürgerprojekte, Vereine und das Bäckereihandwerk. Die Liste soll über

die Projektdauer hinweg erweitert werden. Wichtig ist den Projektinitiatoren auch, dass die Bewölkerung aktiv eingebunden ist.



Vier nachhaltige Leuchtturmprojekte

„,Wir in Lorsch“ ist ein viergliedriges Nachhaltigkeitskonzept bei dem es im Kern stets darum geht, historische Arbeitsmethoden auf deren Relevanz für die Lösung heutiger Probleme hin zu untersuchen. Dazu gehören vier Highlights.

Erstens: Der Schau- und Versuchsacker zur Bedeutung der tierischen Anspannung im 21. Jahrhundert


Vor den Toren Laureshams werden innovative und nachhaltige Methoden der Bodenbearbeitung durch Zugtiere (Rinder und Pferde) erprobt und vorgestellt. Im zweijährigen Fruchtwechsel mit Tabakpflanzen werden zwei Flurstücke im Gewann „Im Klosterfeld“ bearbeitet, die durch ihre Lage der Öffentlichkeit sehr gut zugänglich sind. Das Projekt will Impulse für eine nachhaltige Landwirtschaft geben, wozu die tierische Anspannung einen entscheidenden Faktor liefert.


Kooperationspartner: Lorscher Tabakprojekt/Heimat- und Kulturverein



Zweitens: Das Hutewald-Projekt mit Düppeler-Weideschweinen

In einem regional einmaligen Versuch sollen Düppeler Weideschweine in einem etwa einem Hektar großen Eichenmischwald ganz im Süden der Gemarkung – nördlich des Hüttenfelder Friedhofs – weiden. Mit dem Hutewald soll sowohl die heute gänzlich verschwundene, historische Nutzungsform des Waldes als auch die tiergerechte Schweinehaltung demonstriert werden.


Kooperationspartner: Freilichtlabor Lauresham



Drittens: Der Lorscher Acker für die Vielfalt (am Starkenburgring)

Hier geht es um pflanzenschutzmittelfreie, bodenschonende Bewirtschaftungs–weisen, die aus einem „gewöhnlichen“ Acker eine für die Artenvielfalt hochwertige Fläche machen können. Die dort angebauten und geernteten alten Getreidesorten

wie Emmer, Dinkel und Roggen werden in einer lokalen Wertschöpfungskette

in Lorsch verarbeitet und vermarktet. Die Förderung des Artenreichtums und die Inwertsetzung regional produzierter Lebensmittel gehen hier Hand in Hand.


Kooperationspartner: Lorscher Landwirte, Einzelhändler, Bäcker und Gastronomen



Viertens: Die schonende Waldbewirtschaftung auf Lorscher Sandböden mit Zugochsen

Im Umfeld der historischen Wattenheimer Brücke in Lorsch finden sich bis heute sehr

wertvolle Sandböden mit einer zum Teil herausragenden Flora. In Kooperation mit Waldbesitzern und einem Lorscher Forstunternehmen sollen unter Zuhilfenahme

von Zugochsen boden- und waldschonende Holzrückearbeiten etabliert und nachhaltig eingebunden werden.


Kooperationspartner: Waldbesitzer, Forstbetrieb Schumacher


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